Die messbaren Auswirkungen der Datengenauigkeit
Der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (EV) führt zu einer Verlagerung des strategischen Schwerpunkts der Ladestationsbetreiber (CPOs). Früher stand der Aufbau von Netzwerken im Vordergrund. Nun liegt der Fokus zunehmend auf der betrieblichen Rentabilität. Dies gewinnt umso mehr an Bedeutung, je weiter die Netzwerke wachsen. So wird die Zahl der Gleichstrom-Ladestationen im Jahr 2025 in den Vereinigten Staaten 18.000 und in Europa 60.000 erreichen.
Im Mittelpunkt der betrieblichen Rentabilität steht die Notwendigkeit, die Auslastung zu maximieren – also die Frage, wie stark eine Ladestation im Laufe eines Tages genutzt wird. In den meisten Regionen gilt eine Auslastungsrate von etwa 30 % für das direkte Laden als ideal.
Die zentrale Herausforderung: Die Auslastungsschwelle
Laut einer Studie von Kearney benötigt eine öffentliche E-Auto-Ladestation in der Regel eine Auslastungsrate von etwa 30 %, um langfristig wirtschaftlich rentabel zu bleiben und nachhaltige Investitionen anzuziehen. Derzeit liegt der Branchendurchschnitt bei lediglich 15 %. Diese erhebliche Diskrepanz führt bei den Betreibern öffentlicher Ladestationen zu einer kritischen betrieblichen Lücke, die sich direkt auf ihre Kapitalrendite (ROI) auswirkt.
Um diese Lücke von 15 % zu schließen, müssen die Betreiber ihre Infrastruktur an das Verbraucherverhalten anpassen. Es reicht nicht aus, lediglich die Infrastruktur aufzubauen. Entscheidend ist, dass sie auf einer Vielzahl von Plattformen und in Navigationssystemen in Fahrzeugen auffindbar ist. Darüber hinaus ist es hilfreich, das Verbraucherverhalten zu verstehen (kann ich mir während der Wartezeit einen Kaffee kaufen?).
Bei der Auswahl von Ladestationen zum Aufladen ihrer Elektrofahrzeuge legen Verbraucher den Schwerpunkt auf einige wenigeFaktoren. Die Daten zeigen, dass Elektroautofahrer bei der Auswahl eines Ladestandorts vor allem die folgenden Faktoren berücksichtigen:
– Wartezeiten so kurz wie möglich halten,
– Maximierung der Ladegeschwindigkeiten sowie
– Ermittlung des nächstgelegenen funktionsfähigen Punktes.
Kurz gesagt: Die Optimierung der Sichtbarkeit auf Verbraucher-Karten und in Navigationssystemen im Auto ist ein wesentlicher operativer Hebel. Im nächsten Abschnitt untersuchen wir, wie wichtig qualitativ hochwertige Daten aus Sicht der Nutzung sein können.
Quantifizierung des Werts hochwertiger POI-Daten
Um den direkten Zusammenhang zwischen der Genauigkeit der POI-Daten (Point-of-Interest) und der Auslastung der Ladestationen zu untersuchen, führte Eco-Movement eine Analyse von 20 verschiedenen Gleichstrom-Ladestationen durch. Um externe Variablen auszuschließen, wurden strenge Auswahlkriterien angewendet:
- An jedem Standort waren sowohl vor als auch nach der von Eco-Movement geleisteten Unterstützung bei der Behebung von Datenfehlern mindestens 50 Ladevorgänge erforderlich.
- Eine Mindestdauer von mindestens 90 Tagen mit durchgehenden Daten aus dem „ historical “ war zwingend erforderlich.
- Um die Auswirkungen von Datenkorrekturen isoliert zu betrachten, wurde die Anzahl der Ladestationen pro Standort während des Bewertungszeitraums auf maximal eine zusätzliche Ladestation begrenzt.
Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass die Behebung von Datenabweichungen zu einer unmittelbaren, messbaren Steigerung der Anlagenauslastung führt. Die Korrektur von Fehlern führte an den überwachten Standorten zu einem stetigen Anstieg der täglichen Ladevorgänge.
Gemessene Leistungssteigerung pro Ladepunkt (EVSE):
- +0,44 Sitzungen pro Tag
- +13,2 Sitzungen pro Monat
- +158 Sitzungen pro Jahr
Die Hinzufügung von (im Durchschnitt) 158 Sitzungen pro Jahr trägt direkt dazu bei, dass CPOs ihre Auslastung steigern können.
Häufige Datenfehler, die die Leistung der Messstation beeinträchtigen
Unsere Analyse hat mehrere wiederholt auftretende Fehler in der Datenqualität identifiziert, die Autofahrer systematisch daran hindern, Ladestationen zu finden oder erfolgreich zu nutzen:
- Falsche Angaben zu den Anschlüssen: Falsche Angaben zu Steckertypen oder Leistungsstufen, wodurch Fahrer funktionsfähige Standorte umgehen.
- Fehlerhafte Standortzusammenführung: Redundante oder sich überschneidende Karteneinträge beeinträchtigen die Stationserkennung und untergraben das Vertrauen der Nutzer.
- Fehlende Echtzeit-Verfügbarkeit (Live-Status): Fahrer meiden regelmäßig Haltestellen, die keine Live-Belegungsdaten übertragen, da sie lange Wartezeiten befürchten.
- Nicht aufgeführte Orte und falsche Bezeichnungen: Das vollständige Fehlen oder die ungenaue Beschriftung auf den wichtigsten Karten führt dazu, dass die „ hardware “, in die ein CPO investiert hat, digital nicht sichtbar ist.
Ein strategischer Partner bei der Umstellung auf Elektrofahrzeuge
Zwar lässt sich das Nutzungsdefizit von 15 % nicht allein durch die Optimierung der Genauigkeit der Standortdaten vollständig beheben, doch belegen die Daten, dass dies als starker Impulsgeber wirkt.
Eco-Movement Eco-Movement unterstützt das globale E-Mobilitäts-Ökosystem durch die Bereitstellung vollständiger, präziser und angereicherter Daten aus mehr als 80 Ländern. Durch direkte Anbindungen an über 3.000 Ladestationenbetreiber (CPOs) und 50 Ladestationsmanagementsysteme (CPMS) stellt sicher, dass präzise Standort-, Tarif- und Statusinformationen nahtlos in die weltweit führenden Navigationsanwendungen, Automobilhersteller und Flottenmanagement-Plattformen integriert werden.
